Miteinander reden - Miteinander lernen

Exkursionen / Tagesfahrten

Auf den Spuren der Bonner Republik

Haus der Geschichte – Bundeskanzleramt – Kanzlerbungalow

Alle drei Termine sind bereits ausgebucht. Es besteht eine Warteliste.

Die Exkursion führt uns in das „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ in Bonn. Dort werden wir die Ausstellung zur deutschen Zeitgeschichte vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die Gegenwart besuchen.

Die Teilung Deutschlands, Wiederaufbau, Kalter Krieg und friedliche Revolution sind nur einige der Themen, die Besucherinnen und Besucher entdecken können. Originalobjekte, anschaulich in Szene gesetzt, erzählen Unsere Geschichte: Zu den Highlights gehört das Bundestagsgestühl, in dem Ausschnitte aus Bundestagsdebatten der 1950er Jahre ausgewählt werden können. Im Originalkino und der Eisdiele aus den 1950er Jahren wird ebenso Alltagsgeschichte lebendig wie im „Wirtschaftswunder“-Kaufhaus. Originalsteine der Berliner Mauer von 1961 erinnern an ein schmerzliches Kapitel deutscher Geschichte. Der Hippie-Bulli lässt die Zeit von „Love and Peace“ lebendig werden.

Die Einflüsse der Globalisierung auf das alltägliche Leben, die Lebensverhältnisse von Migranten in Deutschland, die Internationalisierung des Terrorismus sowie die aufkommende Digitalisierung sind Themen am Ende der Ausstellung.

Darüber hinaus werden wir unter fachkundiger Führung das Kanzleramt (1976–1999) besichtigen. Hier hielt Helmut Schmidt die Krisensitzungen im sogenannten „Deutschen Herbst“ 1977 ab. Und unter Helmut Kohl bildete es die Kulisse für entscheidende Gespräche im Vorfeld der deutschen Wiedervereinigung 1989/90. Schließlich steht der Besuch des Bonner Kanzlerbungalows auf unserem Programm, mit dessen Bau Ludwig Erhard 1963 den Architekten Sep Ruf beauftragen ließ.

Für den Einlass in den Kanzlerbungalow und das Bundeskanzleramt ist ein gültiger Personalausweis erforderlich.

Reiseleitung: Prof. Dr. Werner Zager

Zeit: 1. Termin: Samstag, 6. April 2019,
2. Termin: Samstag, 6. Juli 2019,
3. Termin: Samstag, 13. Juli 2019,

Alle drei Termine sind bereits ausgebucht. Es besteht eine Warteliste.

Abfahrt jeweils um 7.00 Uhr, Parkplatz Wormatia-Stadion, Worms

Reisepreis: 25,00 Euro

Veranstalter: Evang. Erwachsenenbildung Worms-Wonnegau, Römerstraße 76, 67547 Worms, Tel. 06241-87970

Schifffahrt

"Heimat am Rhein - Verbindendes und Trennendes"

Mainz – Kaub – Bacharach

Bitte bald anmelden. Das Kontigent an Plätzen für unser Dekanat ist fast erschöpft.

Heimat finden am Rhein – Verbindendes und Trennendes

Der Rheinlauf galt schon in der Antike als eine der wichtigsten Verkehrsachsen und Handelswege in Mitteleuropa. Er verbindet den Süden Europas mit dem Norden, bringt Reisende, Kaufleute, Soldaten und Handelswaren von den Alpen bis an die Nordsee. Der Eine oder die Andere dieser Reisenden hat am Rhein Station gemacht und Heimat gefunden.

Den Rhein als Schicksalsstrom haben zunächst die Franzosen für sich erkannt. Mehrere heftige Auseinandersetzungen und Kriege wurden wegen dieser Rheingrenze geführt. Die hohe symbolische Aufladung in Deutschland findet man erst zu Beginn der Industrialisierung am Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts. Vor allem Maler, Dichter und Musiker suchten im Rheintal die wilde, unverfälschte und ursprüngliche Natur. Waren sie doch nicht zuletzt auf der Suche nach einer neuen nationalen Identität und konnten sich mit der Kulturlandschaft des Mittelrheintals auf ihre Wurzeln zurückbesinnen. Frühe literarische Zeugnisse der „Romantisierung“ des Rheins finden sich bei Goethe, Hölderlin oder Heinrich von Kleist. Es waren jedoch die Briten, die den Romantischen Rhein früh über den deutschen Sprachraum hinaus bekanntmachten und damit den Grundstein für die touristische Erschließung des Tals legten.

Mit einer Schifffahrt auf dem Rhein möchte die Evangelische Erwachsenenbildung Rheinhessen darauf aufmerksam machen, dass der Rhein, der als deutschester aller Flüsse gilt, immer schon europäisch und immer schon international Menschen aus aller Herren Länder zusammenführt.

Auf dieser Rheinfahrt werden wir begleitet von Menschen, die musikalisch und literarisch auf diese Geschichte hinweisen.

Wir reisen auf dem Schiff von Mainz nach Kaub und später nach Bacharach, mit herrlichen Ausblicken auf das Rheintal; das verspricht ein schöner Sommertag zu werden. 

Programm

10.00 Uhr  Bus-Service von Worms nach Mainz

11.30 Uhr Abfahrt der „Robert Stolz“ nahe Fischtorplatz von der Anlegestelle der Primuslinie

Grußwort /Posaunen

Was bedeutet Heimat für SIE?

Erzählungen von Geflüchteten und Gebliebenen und Gespräche an Deck, Martina Schott, Fachstelle Bildung im Evangelischen Dekanat Ingelheim-Oppenheim und Gäste

Mein Heimat-Steckbrief

Eröffnen Sie sich auf kreative und besinnliche Art einen Zugang zu Ihren Heimatgedanken. Ulrike Lang, Referentin für Frauenarbeit der Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau e.V.

Der Rhein als Grenze und als länderverbindender Strom / Die Entstehung der Rheinromantik. Prof. Dr. Werner Zager, Profilstelle Bildung im Evangelischen Dekanat Worms-Wonnegau

12.30 Uhr gemeinsames Mittagessen

Ca. 15.00 Uhr Ankunft in Kaub

Anschließend Besuch der evangelischen Kirche, Begrüßung der Reisenden durch die Dekanin des Evangelischen Dekanats Nassauer Land: Pfarrerin Renate Weigel mit einem geistlichen Impuls zum Thema Heimat

Zeit zum Verweilen in Kaub und auf der Zollstation Pfalzgrafenstein

17.00 Uhr Abfahrt des Schiffes Richtung Bacharach

17.30 Uhr Ankunft in Bacharach, danach Heimreise

Busservice nach Worms (Ankunft ca. 19.00 Uhr)


Reiseleitung: Isa Mann, Martina Schott und Prof. Dr. Werner Zager

Kosten
25,- € Erwachsene
18,- € Kinder ab 10 Jahren, Jugendliche, Studierende
In den Kosten ist ein Mittagsimbiss auf dem Schiff enthalten.
10,- € Busservice Worms-Mainz und Bacharach-Worms

Auf den Spuren Einhards,
dem Berater Karls des Großen

Exkursion nach Michelstadt und Seligenstadt

Einhard erhielt seine Ausbildung am Kloster in Fulda, wo er 788 und 791 als Urkundenschreiber bezeugt ist. Ab 794 wirkte er am Königshof in Aachen. Er gehörte schon 796 dem Gelehrtenkreis an, der Karl den Großen beriet, und wurde im selben Jahr Leiter der Hofschule als Nachfolger seines Lehrers Alkuin. Kaiser Karl übertrug ihm wichtige Gesandtschaften.

Nach Karls Tod 814 konnte Einhard am Hof bei König Ludwig dem Frommen bleiben und erzog dessen Sohn Lothar, dem er nach dessen Erhebung zum Mitkaiser 817 auch als Berater diente.

815 erhielten Einhard und seine Gemahlin Imma von Kaiser Ludwig Güter in Steinbach – heute ein Ortsteil von Michelstadt im Odenwald – und in Obermühlheim im Maingau, dem heutigen Seligenstadt. Nachdem es ab 822/823 zu Auseinandersetzungen der Söhne des Kaisers um die Nachfolgefrage gekommen war und Einhards Bemühungen, den Frieden zu erhalten, erfolglos blieben, zog er sich mehr und mehr von den Reichsgeschäften zurück, um sich nun um die Gründung und den Ausbau eines Klosters auf den neuen Besitztümern in der alten Heimat zu kümmern. In Steinbach ließ er deshalb eine Basilika erbauen. 827 erwarb er aus Rom die Reliquien von Marcellinus und Petrus. Wunder gaben den Ausschlag, dass diese nicht wie geplant in Steinbach verblieben, sondern nach Seligenstadt weitergeleitet wurden, wo Einhard dann die dortige Abtei gründete und die beiden zu Schutzpatronen des Karolingerreiches erklärt wurden. 830 bat Einhard den Kaiser um Entbindung von seinen weltlichen Aufgaben. Er widmete sich nun ganz der Leitung des Benediktinerklosters Seligenstadt und verfasste die von Liebe und Bewunderung geprägte monumentale Biografie von Karl dem Großen sowie eine ausführliche Schilderung vom Erwerb der Märtyrerreliquien und die damit verbundenen zahlreichen Visionen und Wunder. Einhard wurde in der Basilika seines Klosters Seligenstadt, der größten erhaltenen Basilika aus karolingischer Zeit, bestattet.

Die Basilika in Steinbach wurde um 1230 in ein Benediktinerinnenkloster umgewandelt, bevor man das Kloster im 16. Jahrhundert zu einem Spital umfunktionierte. Trotz baulicher Umgestaltungen zählt die Einhardsbasilika zu den letzten Beispielen authentisch erhaltener karolingischer Architektur in Deutschland.

Die ehemalige Benediktinerabtei Seligenstadt wurde im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert im Zuge der Barockisierung stark umgebaut. Fast tausend Jahre lebten und arbeiteten Mönche hinter den Klostermauern nach den Regeln des heiligen Benedikt, bis das Kloster 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst wurde. Das ehemalige Benediktinerkloster bietet mit den Klausur- und Wirtschaftsgebäuden sowie dem Klostergarten einen unvergesslichen Einblick in das klösterliche Leben.

Reiseleitung: Prof. Dr. Werner Zager

Zeit: Samstag, 7. September 2019, Abfahrt um 8.00 Uhr, Parkplatz Wormatia-Stadion, Worms

Reisepreis: 34,00 Euro

Veranstalter: Evang. Erwachsenenbildung Worms-Wonnegau

Das ausführliche Programm der Exkursion mit Anmeldeformular können Sie hier downloaden.

Exkursion nach Herborn

Hohe Schule – Theologisches Seminar im Schloss – Kirche – Rathaus

Unsere Exkursion führt uns nach Herborn, in eine kleine hessische Stadt an der Dill mit herrlichen Fachwerkbauten. Am Fuße des Westerwaldes gelegen, gehört sie zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen im deutschen Raum.

Die Grafen bzw. späteren Herzöge von Nassau blieben bis 1866 Stadtherren von Herborn. Die lutherische Reformation um 1530 änderte recht wenig. Die zweite Reformation im Geist Calvins, die unter Graf Johann VI. von Nassau, einem Bruder Wilhelm I. von Oranien, um 1580 begann, war von einschneidender Bedeutung. 1584 gründete er die Hohe Schule, eine reformierte Akademie, an der man alle wichtigen Studienfächer studieren konnte.

Wir werden Gelegenheit haben, nicht nur die Hohe Schule zu besichtigen, sondern auch das Herborner Schloss, das das Theologische Seminar unserer Landeskirche beherbergt. Dieses dient der praktisch-theologischen Ausbildung der Vikarinnen und Vikare. Auch das historische Rathaus mit seinem markanten Uhrenturm und die evangelische Kirche werden wir besuchen.

Reiseleitung: Prof. Dr. Werner Zager

Zeit: Samstag, 5. Oktober 2019, Abfahrt um 7.30 Uhr, Parkplatz Wormatia-Stadion, Worms

Reisepreis: 26,00 Euro

Veranstalter:
Evang. Erwachsenenbildung Worms-Wonnegau

Das ausführliche Programm der Exkursion mit Anmeldeformular können Sie hier downloaden.

Orgelstudienreise nach Kassel und Marburg

Die Orgelstudienreise ist bereits ausgebucht.
Es wird eine Warteliste geführt.

Bei dieser Orgelfahrt haben wir uns etwas ganz Besonderes vorgenommen. Wir wollen die neue Rieger-Orgel der Martinskirche in Kassel kennenlernen. Dabei handelt es sich um ein Instrument, das in Klang, Technik und visueller Konzeption neue Wege geht. Auf vier Manualen und Pedal erklingen 86 Register mit über 5000 Pfeifen.

Die Verbindung von der Taste zur Pfeife ist mechanisch – eine Reminiszenz an die Tradition des Orgelbaus. Verschiedene Schlagzeugregister und eine breite Palette von einzeln wählbaren Obertönen erweitern das Klangspektrum. Zur fest installierten Hauptorgel kommt noch ein fahrbares Modul im Kirchenschiff, das seine Töne direkt neben den Ohren der Hörer produziert. Um den Ton lebendig und individuell zu gestalten, kann der Winddruck abgesenkt oder erhöht werden. Dies geschieht mittels Gewichten über den ledernen Magazinbälgen, in denen die Luft für den Orgelton vorgehalten wird. Neu ist die Möglichkeit, den Winddruck für jedes der vier Manuale und das Pedal der Orgel unabhängig voneinander zu variieren – so entstehen ganz neue Klangschattierungen. Die wohl spektakulärste Neuerung der Kasseler Orgel aber sind vier Register (Pfeifenreihen), die nicht in Halb-, sondern in Vierteltönen gestimmt sind. Anspielbar sind sie über eine spezielle Klaviatur, die die Oktave nicht wie üblich in 12, sondern in 24 Tonschritte unterteilt.

In Kassel-Wilhelmshöhe werden wir nicht nur das Schloss mit seiner berühmten Gemäldegalerie besichtigen, sondern vor allem auch den Berg-Park erkunden. Wir haben die Gelegenheit, die Wasserspiele zu erleben, die nun schon seit über 300 Jahren die Besucher faszinieren.

Schließlich steht die Elisabethkirche in Marburg auf dem Programm, der erste rein gotische Kirchenbau in Deutschland. Dort werden wir eine Führung durch die reich ausgestattete Kirche (mit Hochaltar und Elisabeth-Schrein) haben und in einem Konzert die 2006 eingeweihte Klais-Orgel mit 57 Registern auf drei Manualen und Pedal zu Gehör bekommen. Diese Fahrt ist allerdings bereits ausgebucht, es wird eine Wartelite geführt.

Zielgruppe: alle interessierten Personen

Orgelvorführungen und -konzerte:
Kantor Christian Schmitt

Reiseleitung: Prof. Dr. Werner Zager

Zeit: Samstag, 22. Juni bis Montag, 24. Juni 2019, Abfahrt um 7.30 Uhr, Parkplatz Wormatia-Stadion, Worms

Gebühren: 210,00 bzw. 220,00 Euro pro Person im Doppel- bzw. Einzelzimmer mit Frühstück, zwei Abendessen, einem Mittagessen und einmal Kaffee/Tee und Kuchen sowie den Eintritten und Führungskosten laut Programm

Veranstalter:
Evang. Erwachsenenbildung Worms-Wonnegau,
Römerstraße 76,
67547 Worms,
Tel. 06241-87970

 

Weites Land - hoher Himmel - große Kunst

Studienreise nach Bremen und Worpswede

Die Studienreise ist bereits ausgebucht. Es wird eine Warteliste geführt.

Als der von Karl dem Großen 787 zum Bischof geweihte Priester Willehad innerhalb seines Missionsgebietes Wigmodien den kleinen Ort Bremen zu seinem Sitz machte, weihte er hier 789, eine Woche vor seinem Tod, einen ersten kleinen hölzernen Dom. Doch bereits im letzten Sachsenaufstand 792–799 wurde er restlos zerstört und nach 805 durch einen ersten steinernen Dom ersetzt. Der noch heute Maß und Struktur vorgebende, überwiegend aus Sandstein errichtete Bau stammt aus dem 11. Jahrhundert.

Neben dem Dom lohnt auch ein Besuch des Bremer Rathauses mit seiner festlichen Oberen Rathaushalle und der darin eingebetteten Güldenkammer. Zu den weiteren Attraktionen Bremens zählt die Böttcherstraße, die mit ihren Häusern ein architektonisches Zeugnis des Expressionismus ist. Die meisten Gebäude sind in der Zeit von 1922 bis 1931 entstanden und hauptsächlich Ludwig Roselius (1874–1943), einem Bremer Kaffeekaufmann und Mäzen, zu verdanken. In der Böttcherstraße werden wir das Paula Modersohn-Becker Museum und das Ludwig Roselius Museum besichtigen; aber auch die Bremer Kunsthalle darf auf unserem Programm nicht fehlen.

Zwei volle Tage werden wir dem KünstlerdorfWorpswede widmen – ursprünglich ein Bauerndorf in der Landschaft des Teufelsmoors, das ab 1889 zur Künstlerkolonie avancierte. Zu den Worpsweder Künstlern zählen u.a. Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Hans am Ende, Fritz Overbeck, Heinrich Vogeler und Paula Modersohn-Becker.

Diese Fahrt ist allerdings bereits ausgebucht; es wird eine Warteliste geführt.

Reiseleitung: Prof. Dr. Werner Zager

Zeit: Mittwoch, 17. Juli bis Montag, 22. Juli 2019,
Abfahrt um 7.30 Uhr,
Parkplatz Wormatia-Stadion, Worms

Gebühren: 510,00 bzw. 590,00 Euro pro Person im Doppel- bzw. Einzelzimmer mit Frühstück, vier Abendessen und einem Mittagessen sowie den Eintritten und Führungskosten

Veranstalter: Evang. Erwachsenenbildung Worms-Wonnegau,
Römerstraße 76,
67547 Worms,
Tel. 06241-87970