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Exkursionen / Tagesfahrten

Orgelfahrt nach Fulda

Bei unserer Orgelfahrt nach Fulda werden wir zuerst die nahe am Fuldaer Dom gelegene Michaelskirche besichtigen: im vorromanischen karolingischen Baustil im Auftrag von Abt Eigil in den Jahren 820 bis 822 errichteter Nachbau der Jerusalemer Grabeskirche. Sie diente als Totenkapelle des 744 gegründeten Klosters Fulda, eines der führenden kulturellen Zentren des frühen Mittelalters, und als Grablege ihres Erbauers Eigil.

Anschließend haben wir Gelegenheit, in einem Konzert von Kantor Christian Schmitt die große Domorgel zu erleben. Dabei handelt es sich um ein von der bedeutenden Orgelwerkstätte Rieger im Jahr 1996 erbautes Orgelwerk, unter Verwendung von 24 Registern der Vorgängerorgel von Wilhelm Sauer. Es umfasst 72 Register auf vier Manualen und Pedal.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen steht auf unserem Programm die Besichtigung des Doms St. Salvator, der in den Jahren 1704 bis 1712 als Barockkirche erbaut wurde, wobei Teile der Bausubstanz der Vorgängerkirche, der Ratgar-Basilika aus dem 9. Jahrhundert, verwendet wurden. Als Grabeskirche des hl. Bonifatius diente er zunächst als Abteikirche des Klosters Fulda und wurde 1752 Kathedrale des Fürstbistums.

Den Abschluss unserer Orgelfahrt bildet der Besuch des prächtigen Schlosses Fasanerie in Eichenzell, der ehemaligen Sommerresidenz der Fuldaer Fürstäbte, das von einem großen Park umgeben ist. Ein gemütliches Kaffeetrinken im Schloss-Café darf natürlich nicht fehlen.

Reiseleitung: Prof. Dr. Werner Zager
Orgelvorführung und -konzert: Kantor Christian Schmitt

Zeit: Samstag, 25. April 2020

Abfahrt: 7.30 Uhr, Parkplatz Wormatia-Stadion, Worms

Gebühren: 36,00 Euro

Das ausführliche Programm der Exkursion mit Anmeldeformular können Sie hier downloaden.

Veranstalter: Evang. Erwachsenenbildung Worms-Wonnegau, Römerstraße 76, 67547 Worms, Tel. 06241-87970

Veranstalter:
Evang. Erwachsenenbildung Worms-Wonnegau,
Römerstraße 76, 67547 Worms, Tel. 06241-87970

Auf den Spuren Einhards,
dem Berater Karls des Großen

Exkursion nach Michelstadt und Seligenstadt

Die Exkursion ist bereits ausgebucht.
Es wird eine Warteliste geführt.

Einhard erhielt seine Ausbildung am Kloster in Fulda, wo er 788 und 791 als Urkundenschreiber bezeugt ist. Ab 794 wirkte er am Königshof in Aachen. Er gehörte schon 796 dem Gelehrtenkreis an, der Karl den Großen beriet, und wurde im selben Jahr Leiter der Hofschule als Nachfolger seines Lehrers Alkuin. Kaiser Karl übertrug ihm wichtige Gesandtschaften.

Nach Karls Tod 814 konnte Einhard am Hof bei König Ludwig dem Frommen bleiben und erzog dessen Sohn Lothar, dem er nach dessen Erhebung zum Mitkaiser 817 auch als Berater diente.

815 erhielten Einhard und seine Gemahlin Imma von Kaiser Ludwig Güter in Steinbach – heute ein Ortsteil von Michelstadt im Odenwald – und in Obermühlheim im Maingau, dem heutigen Seligenstadt. Nachdem es ab 822/823 zu Auseinandersetzungen der Söhne des Kaisers um die Nachfolgefrage gekommen war und Einhards Bemühungen, den Frieden zu erhalten, erfolglos blieben, zog er sich mehr und mehr von den Reichsgeschäften zurück, um sich nun um die Gründung und den Ausbau eines Klosters auf den neuen Besitztümern in der alten Heimat zu kümmern. In Steinbach ließ er deshalb eine Basilika erbauen. 827 erwarb er aus Rom die Reliquien von Marcellinus und Petrus. Wunder gaben den Ausschlag, dass diese nicht wie geplant in Steinbach verblieben, sondern nach Seligenstadt weitergeleitet wurden, wo Einhard dann die dortige Abtei gründete und die beiden zu Schutzpatronen des Karolingerreiches erklärt wurden. 830 bat Einhard den Kaiser um Entbindung von seinen weltlichen Aufgaben. Er widmete sich nun ganz der Leitung des Benediktinerklosters Seligenstadt und verfasste die von Liebe und Bewunderung geprägte monumentale Biografie von Karl dem Großen sowie eine ausführliche Schilderung vom Erwerb der Märtyrerreliquien und die damit verbundenen zahlreichen Visionen und Wunder. Einhard wurde in der Basilika seines Klosters Seligenstadt, der größten erhaltenen Basilika aus karolingischer Zeit, bestattet.

Die Basilika in Steinbach wurde um 1230 in ein Benediktinerinnenkloster umgewandelt, bevor man das Kloster im 16. Jahrhundert zu einem Spital umfunktionierte. Trotz baulicher Umgestaltungen zählt die Einhardsbasilika zu den letzten Beispielen authentisch erhaltener karolingischer Architektur in Deutschland.

Die ehemalige Benediktinerabtei Seligenstadt wurde im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert im Zuge der Barockisierung stark umgebaut. Fast tausend Jahre lebten und arbeiteten Mönche hinter den Klostermauern nach den Regeln des heiligen Benedikt, bis das Kloster 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst wurde. Das ehemalige Benediktinerkloster bietet mit den Klausur- und Wirtschaftsgebäuden sowie dem Klostergarten einen unvergesslichen Einblick in das klösterliche Leben.

Reiseleitung: Prof. Dr. Werner Zager

Zeit: Samstag, 7. September 2019, Abfahrt um 8.00 Uhr, Parkplatz Wormatia-Stadion, Worms

Reisepreis: 34,00 Euro

Veranstalter: Evang. Erwachsenenbildung Worms-Wonnegau

Das ausführliche Programm der Exkursion mit Anmeldeformular können Sie hier downloaden.

Exkursion nach Herborn

 

 

Hohe Schule – Theologisches Seminar im Schloss – Kirche – Rathaus

Die Exkursion ist bereits ausgebucht.
Es wird eine Warteliste geführt.

Unsere Exkursion führt uns nach Herborn, in eine kleine hessische Stadt an der Dill mit herrlichen Fachwerkbauten. Am Fuße des Westerwaldes gelegen, gehört sie zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen im deutschen Raum.

Die Grafen bzw. späteren Herzöge von Nassau blieben bis 1866 Stadtherren von Herborn. Die lutherische Reformation um 1530 änderte recht wenig. Die zweite Reformation im Geist Calvins, die unter Graf Johann VI. von Nassau, einem Bruder Wilhelm I. von Oranien, um 1580 begann, war von einschneidender Bedeutung. 1584 gründete er die Hohe Schule, eine reformierte Akademie, an der man alle wichtigen Studienfächer studieren konnte.

Wir werden Gelegenheit haben, nicht nur die Hohe Schule zu besichtigen, sondern auch das Herborner Schloss, das das Theologische Seminar unserer Landeskirche beherbergt. Dieses dient der praktisch-theologischen Ausbildung der Vikarinnen und Vikare. Auch das historische Rathaus mit seinem markanten Uhrenturm und die evangelische Kirche werden wir besuchen.

Reiseleitung: Prof. Dr. Werner Zager

Zeit: Samstag, 5. Oktober 2019, Abfahrt um 7.30 Uhr, Parkplatz Wormatia-Stadion, Worms

Reisepreis: 26,00 Euro

Veranstalter:
Evang. Erwachsenenbildung Worms-Wonnegau

Das ausführliche Programm der Exkursion mit Anmeldeformular können Sie hier downloaden.