Miteinander reden - Miteinander lernen

Glaube und Kirche

Luca Giordano, Der Traum des Salomo (1695)

Aufforderung zum Leben nach der Weisheit

Bibelstudien zum Buch der Weisheit

Gemeinsames Erarbeiten einer Exegese der ausgewählten Textpassagen, Erkennen geschichtlicher Zusammenhänge unter Berücksichtigung bibelwissenschaftlicher Informationen, Aufzeigen von Bezügen zu aktuellen Fragestellungen.

Verwendeter Kommentar: Helmut Engel, Das Buch der Weisheit, Stuttgart 1998

Zielgruppe: Bibelstudien für alle interessierten Personen

Bitte um Weisheit
Weish 7,1-21

Referent: Thomas Rückert
Gesprächsleitung: Manfred Aichert
Zeit: Montag, 2. März 2020, 20.00 Uhr

Wesen und Gaben der Weisheit
Weish 7,22-8,1

Referent: Peter Iwand
Gesprächsleitung: Günther Diehl
Zeit: Montag, 6. April 2020, 20.00 Uhr

Milde und Strafe
Weish 11,15-12,27

Referent: Gernot Schnellbacher
Gesprächsleitung: Holger Hieronimus
Zeit: Montag, 4. Mai 2020, 20.00 Uhr

Ort: jeweils Haus der Kirche, großer Saal, Seminariums­gasse 4-6, Worms

Gebühren: keine

Veranstalter: YMCA-CVJM Worms, Christlicher Verein Junger Menschen, Bibelkreis, Tel. 06241-28217



Christlicher Antisemitis­mus am Beispiel des Eisenacher „Entjudungsinstituts“ 1939–45

Am 6. Mai 1939 wurde mit einem Festakt auf der Wartburg in Eisenach das „Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben“ auf der Grundlage einer Entschließung von elf evangelischen Landeskirchen gegründet. Das Institut war eng mit der Ideologie und Organisation der aus Thüringen stammenden Kirchenbewegung „Deutsche Christen“ verbunden. Ziel dieser kirchenpolitischen Bewegung war es, den christlichen Glauben und die Institution der Kirche den Vorgaben der nationalsozialistischen Weltanschauung anzupassen. Die „Forschungsarbeiten“ des kirchlichen „Entjudungsinstituts“ dienten dazu, die Ausgrenzungs- und Verfolgungspolitik der nationalsozialistischen Machthaber gegenüber den Juden zu unterstützen und den Antisemitismus als Grundpfeiler der nationalsozialistischen Rasseideologie zu legitimieren.

Dr. Oliver Arnhold stellt in seinem Vortrag die Arbeit des kirchlichen „Entjudungsinstituts“ vor und gibt Informationen zur Geschichte der Kirchenbewegung „Deutsche Christen“ und ihrer führenden Vertreter. Ferner thematisiert er die Problematik christlicher Schuld während der NS-Zeit und lenkt dabei zugleich die Blickrichtung auf die Opfer dieser Geschichte.

Der Vortragende ist Studiendirektor am Christian-Dietrich-Grabbe-Gymnasium in Detmold, bildet als Fachleiter Referendare/-innen im Fach Evangelische Religionslehre aus und ist als Dozent für Religionspädagogik und kirchliche Zeitgeschichte an den Universitäten Bielefeld und Paderborn tätig.

Referent: Dr. Oliver Arnhold

Zeit: Freitag, 6. März 2020, 19.30 Uhr

Ort: Luthersaal der Evang. Luthergemeinde,
Friedrich-Ebert-Straße 45, Worms

Gebühren: 3,00 Euro

Veranstalter: Evang. Erwachsenenbildung Worms-Wonnegau, Römerstraße 76, 67547 Worms, Tel. 06241-87970

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3. Wormser Religionsgespräche 

Multireligiosität und Multikonfessionalität
in Rheinland-Pfalz

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und die Stadt Worms laden vom 16. bis 19. April 2020 zu den „3. Wormser Religionsgesprächen“ ein. Diese knüpfen an gleichnamige Gespräche zwischen Katholiken und Protestanten im 16. Jahrhundert in Worms an und wurden erstmals 2013 im Dekadenjahr „Reformation und Toleranz“ wieder aufgenommen.  

Das Thema der 3. Wormser Religionsgespräche lautet: „Multireligiosität und Multikonfessionalität in Rheinland-Pfalz“. Dabei gilt es einerseits wahrzunehmen, wie sich im Laufe der Geschichte und nicht zuletzt in der jüngeren Vergangenheit die religiöse und konfessionelle Landschaft in unserem Bundesland verändert hat. Andererseits wollen wir miteinander darüber diskutieren, wie aus dem Nebeneinander ein dialogisches Miteinander werden kann.

Die Evangelische Erwachsenenbildung wird sich an den 3. Wormser Religionsgesprächen beteiligen mit einem Vortrag „Religiöse Pluralität in Rheinland-Pfalz“ und einem Vortrag mit Workshop zum Thema „Religionslos, nicht areligiös. Von der Religion zum Religiösen“.

Näheres erfahren Sie aus der Presse bzw. dem Programmflyer, den Sie hier downloaden können.

Vortragsreihe:

500 Jahre Luthers reformatorische Hauptschriften

Kurz vor seiner Exkommunikation durch die römische Kirche hat Martin Luther im Jahr 1520 die später sogenannten reformatorischen Hauptschriften verfasst. Darin entwirft er eine Grundlegung der christlichen Ethik („Von den guten Werken“), ein umfassendes kirchlich-theologisches Reformprogramm („An den christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung“), eine evangelische Sa­kramentenlehre („Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche“) sowie eine christliche Freiheitslehre („Von der Freiheit eines Christenmenschen“).

Diesen evangelischen Basistexten kommt nicht nur eine große Bedeutung für die Reformationsgeschichte zu, sondern sie können auch heute zur Quelle der Inspiration für evangelisches Christsein werden.

„Von den guten Werken“ oder: Was heißt evangelisch?
Zeit: Freitag, 22. Mai 2020, 20.00 Uhr
Referentin: Prof. Dr. Athina Lexutt

„An den christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung“ oder: Welche Verantwortung haben Christen in der Politik?
Zeit: Freitag, 5. Juni 2020, 20.00 Uhr
Referent: Prof. Dr. Thomas Kaufmann

„Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche“
oder: Evangelische Sakramente?
Zeit: Freitag, 12. Juni 2020, 20.00 Uhr
Referent: Prof. Dr. Markus Wriedt

„Von der Freiheit eines Christenmenschen“
oder: Christsein – eine spannungsvolle Existenz?
Zeit: Freitag, 19. Juni 2020, 20.00 Uhr
Referent: Prof. Dr. Martin Keßler

Ort: Museum Heylshof Worms

Gebühren: 3,00 Euro je Vortrag

Veranstalter: Evang. Erwachsenenbildung Worms-Wonnegau, Römerstraße 76, 67547 Worms, Tel. 06241-87970